Emotionale Viren in Organisationen – erfassen, visualisieren, eliminieren
Programm zum Workshop auf dem Lernforum Großgruppenarbeit Januar 2010
Seitdem selbst IBM in einer aktuellen Studie mit 1.500 internationalen Managern die Softfacts zelebriert (Kernaussage “Surprisingly the softstuff is hard!“), kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es nicht mehr notwendig ist, führende Manager und Meinungsbildner von der immensen Bedeutung der Softfacts und vom Sinn einer Maßnahme im Unternehmen zu überzeugen. Sagen diese doch selbst mehrheitlich in der gleichen Studie, dass das größte Hindernis in Change-Projekten die „Veränderung der geistigen Einstellung und des Verhaltens der Mitarbeiter“ („mindset and behaviour“) ist. Allerdings sind den meisten Entscheidungsträgern die angewandten Methoden im Bereich der Softfacts noch suspekt. Zu breit ist die Ergebnispalette, die von „über Erwarten sinnvoll, aufrüttelnd und effektiv“ bis „schlimmer als erwartet oberflächlich und fern der Praxis“ reicht.
Wir glauben daher, dass wir als professionelle Begleiter von Change-Projekten weniger den SINN unserer Tätigkeit denn deren WERT aufzeigen müssen. Der Markt verlangt nach effektiven Methoden und Werkzeugen, die es erlauben, die emotionale Seite der Organisation, von uns als „immaterielle Realität“ bezeichnet, genauso professionell zu behandeln, wie man es auf der Hardfacts-Seite gewohnt ist.
Die Methode der Bestandsaufnahme der Wahrnehmungen auf der Grundlage der Metapher der „emotionalen Viren“ erfüllt genau diese Anforderung.
Wir haben sie sehr erfolgreich seit nunmehr 15 Jahren mit internationalen Unternehmen im Rahmen unseres mentalmerger®- Prozesses getestet und weiterentwickelt. Sie ist optimal zur Erfassung, Strukturierung und Visualisierung der immateriellen Realität einer Organisation und funktioniert sowohl in großen Fusionen, als auch in kleinen Projektteams, national und international, ja sogar mit französischen Gewerkschaften (!).
Wir bieten an, das Großgruppen-Lernforum am 24.1.2010 in Oberusel zu nutzen, um den Ansatz vorzustellen und diesen gleichzeitig mit den Teilnehmern auszuprobieren, um uns allen eine konkrete Lernerfahrung zu ermöglichen.
Programm
Inputvortrag:
- Das Konzept der emotionalen Viren
- Wie emotionale Viren zur mentalen Verschmutzung führen und die Organisation lähmen
- Arbeit mit den emotionalen Viren : Aufdeckung und Strukturierung durch die Bestandsaufnahme der Wahrnehmungen
Die Kraft der Visualisierung
- Gestaltung eines Präsentationsworkshops und Behandlung
- Zwei konkrete Fallbeispiele der Arbeit mit dem Konzept der emotionalen Viren in Changeprojekten internationaler Konzerne
Gruppenarbeit 1
- Diskussion in Kleingruppen: Fragen und Klärungsbedarf
Gruppenarbeit 2: Emotionale Viren im Lernforum
Ein einmaliges Experiment und gleichzeitig eine Premiere: Wir wollen das Forum mit seinen 150 Teilnehmern nutzen, um das Konzept für alle Teilnehmer lebendig werden zu lassen. Die Herausforderung besteht darin, in kurzer Zeit selbst emotionale Viren aufzudecken und zu visualisieren. Die Teilnehmer schlagen typische Konfliktgruppen in ihrem eigenen Umfeld vor. Im Idealfall sind sogar solche Konfliktgruppen im Raum. Zum Beispiel emotionale Viren zwischen:
- Inhouse-Consultants – externen Consultants
- Digital-Jüngern (Web 2.0, Twitter, Facebook) – Realworld-Anhängern
- Youngster – alte Hasen
- Journalisten – Berater
- Moderatoren – Seminarteilnehmer
und, ganz heikel…
) :
- Mann im Business – Frau im Business
- Spirituelle – Materialisten
Die Liste möglicher Konfliktgruppen ist natürlich endlos. Wir werden daher vor Ort die Gruppen sich selbst organisieren lassen. Wir wollen versuchen, dass jede Kleingruppe in sehr kurzer Zeit eine Bestandsaufnahme der Wahrnehmungen durchführt und dann daraus selbständig die 3 wichtigsten emotionalen Viren entwickelt und visualisiert.
Plenum:
- Vorstellung der in den Kleingruppen entdeckten emotionalen Viren
- Was lief gut, was war schwierig?
- Lerngewinne und Engpässe

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